Keramikspritzgießen mit thermoplastischen Lösekernen

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Susanne Messingschlager

Beim Keramikspritzgießen können durch den Einsatz des Urfomverfahrens aus der Kunststofftechnik geometrisch komplexere Bauteile hergestellt werden, als dies mit Standardverfahren aus der Keramiktechnik möglich wäre. Allerdings stößt die Gestaltungsfreiheit im Standardspritzgießverfahren der Kunststofftechnik an ihre Grenzen, wenn Bauteile mit inneren Strukturen oder größeren Hinterschnitten hergestellt werden sollen. Hierfür kommen dann häufig Fügeverfahren oder auch Verfahren mit verlorenen Kernen zum Einsatz. Gerade im Keramikspritzgießen hat der Einsatz von verlorenen Kernen hohes Potential, da hierdurch keine möglichen Schwachstellen durch Fügezonen entstehen und das Entfernen des Kerns in den Prozesschritt „Entbindern“ integriert werden kann. Dennoch gibt es trotz des Bedarfs an komplexen keramischen Bauteilen bisher keine umfassenden Machbarkeitsstudien oder Materialevaluierungen bezüglich des Einsatzes von verlorenen Kernen bzw. Lösekernen im Keramikspritzgießverfahren.

In dieser Arbeit werden das Entbinderungsverhalten der Grünlinge und das Löseverhalten der Lösekerne dargestellt und bezüglich der Eignung für dieses Verfahren evaluiert. Ebenfalls wird auf die Abbildefähigkeit von Oberflächenstrukturen der Kerne auf den Grünling eingegangen und der Bezug zur Abformgenauigkeit hergestellt. Mit dieser Arbeit soll eine erste Basis für die Weiterentwicklung dieses Verfahrens geschaffen werden, sodass sehr komplexen keramischen Bauteile aus einem Guss herstellbar werden.

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Lydia Lanzl, M.Sc.